Podiumsdiskussion: Demokratisierung als Schlüssel zur Handlungsfähigkeit? (06.12.11)

Heute stehen Parteien mit dem Rücken zu einer Wand, die sie sich selbst errichtet haben: Finanzkräftige Wirtschaftslobbys gewinnen Einfluss in der Politik „wir müssen sparen“ ist die einzige Antwort auf Herausforderungen an den Staat, öffentliche Dienstleistungen werden an private AnbieterInnen ausgelagert. Die soziale Ungleichheit steigt und sozialer Aufstieg wird schwieriger. Gerade deshalb braucht es handlungsfähige AkteurInnen, die Veränderungen erreichen können. Sozialdemokratische Parteien haben diese Rolle als breite gesellschaftliche Beteiligungsplattform über weite Strecken des 20. Jahrhunderts übernommen, heute erfüllen sie die Aufgabe nicht mehr. Die Sektion 8 veranstaltet im Rahmen ihres Diskursprojekts „Sozialdemokratie bewegen, Parteidemokratie verändern“ eine Diskussion zum Thema:

Podiumsdiskussion: Demokratisierung als Schlüssel zur Handlungsfähigkeit?

  • Wie können sozialdemokratische Parteien den privilegierten Einfluss starker Wirtschaftslobbys auf die Politik eindämmen?
  • Wie können sozialdemokratische Parteien trotz der privaten Eigentumskonzentration im Mediensektor progressive Öffentlichkeitsarbeit gestalten?
  • Wie können traditionelle Parteien zu einem Ort der intensiven Diskussion und des Engagements für breite Bevölkerungsschichten werden?

Es diskutieren:

  • Martin Blumenau (Journalist, fm4)
  • Lena Doppel (Univ.-Ass Angewandte, im Vorstand von respekt.net)
  • Willi Mernyi (Gewerkschafter)
  • Sonja Schneeweiss(SPÖ-Aktivistin, Europasprecherin des BSA)
  • Moderation: Lisa Mayr (Journalistin)

Die Diskussion findet am 6.Dezember 2011 um 19:00 im Museumsquartier im Foyer des DSCHUNGEL, Museumsplatz 1, 1070 Wien statt.