Jahresbericht 2016

Der neue Jahresbericht ist da! Wie schon in den vergangenen drei Jahren haben wir heuer einen Bericht über unsere Aktivitäten im letzten Jahr erstellt. Der Bericht kann hier als pdf heruntergeladen werden. Wir wünschen dir viel Spaß beim Schmökern!

Philipp Heimberger (wiiw) zu Gast in der Sektion 8 (20.04.2017)

Der Vortrag von Philipp Heimberger kann hier heruntergeladen werden.

 

Jour Fixe, 20.04.2017: „Austeritätspolitik und Desintegrationstendenzen in Europa: Was kann die europäische Sozialdemokratie aus den Erfahrungen mit der Eurokrise lernen?“

Während die Wirtschafts- und Sozialkrise in weiten Teilen Europas ungelöst bleibt, sucht die europäische Sozialdemokratie weiterhin nach zielführenden wirtschaftspolitischen Antworten. Dieser Vortrag fokussiert auf einen zentralen wirtschaftspolitischen Aspekt der Krise: die Austeritätspolitik innerhalb der Eurozone. Der Fokus liegt darauf, einen Einblick in die bestehende akademische Fachliteratur zu den gesamtwirtschaftlichen Effekten jener Budgetkonsolidierungsmaßnahmen zu geben, die von den Eurozonenländern in der Phase nach der globalen Finanzkrise umgesetzt wurden. Die Effekte der Austeritätspolitik auf Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Staatsverschuldung und Einkommensverteilung werden dabei sowohl im Zusammenhang mit Desintegrationstendenzen zwischen Kern- und Peripherieländern der Währungsunion als auch unter Berücksichtigung der jüngsten Erfolge des Rechtspopulismus in mehreren europäischen Ländern diskutiert.

Beginn: 19:00, Café Winter, Alserstraße 30

Literaturliste:

  • DeLong, B.; Summers, L. (2012): Fiscal Policy in a Depressed Economy. Brookings Papers on Economic Activity, 44 (1/Spring), 233–297.
  • Eggertsson, G.; Krugman, P. (2012):: Debt, Deleveraging, and the Liquidity Trap: A Fisher-Minsky-Koo Approach. The Quarterly Journal of Economics, 127 (3), 1469–1513.
  • European Commission (2012b): European Economic forecast – Spring 2012. European Economy – 1/2012.
  • Gechert, S.; Hallett, A.; Rannenberg, A. (2015): Fiscal multipliers in downturns and the effects of Eurozone fiscal consolidation. Center for Economic Policy Research Policy Insight 79.
  • Heimberger, P.; Kapeller, J. (2016): The performativity of potential output: Pro-cyclicality and path dependency in coordinating European fiscal policies. ICAE Working Paper No. 50
  • Heimberger, P. (2017a): Did Fiscal Consolidation Cause the Double-Dip Recession? Review of Keynesian Economics, forthcoming
  • Heimberger, P. (2017b): The dynamic effects of fiscal consolidation episodes on income inequality: Evidence for 17 OECD countries over 1978-2013. Unpublished manuscript
  • Holland, D.; Portes, J. (2012): Self-defeating austerity? National Institute Economic Review, 222, F4–F10.
  • In ’t Veld, J. (2013): Fiscal consolidations and spillovers in the Euro area periphery and core. European Economy – Economic Papers 506.
  • Jorda, O.; Taylor, A. (2016): The Time for Austerity: Estimating the Average Treatment Effect of Fiscal Policy. The Economic Journal, 126 (February), 219–255.
  • Koo, R. (2015): The Escape From Balance Sheet Recession and the QE Trap. John Wiley and Sons: Singapore.
  • Rannenberg, A.; Schoder, C.; Strasky, J. (2015): The macroeconomic effects of the Euro Area’s fiscal consolidation 2011-2013: A Simulation-based approach. Central Bank of Ireland Research Technical Paper 03/RT/2015.
  • Woodford, M. (2011): Simple Analytics of the Government Spending Multiplier. American Economic Journal: Macroeconomics, 3 (January), 135.

 

Johannes Schmidl zu Gast in der Sektion 8 (06.04.2017)

Jour Fixe, 06.04.2017: „Die aktuelle Energiefrage, der zugehörige utopische Diskurs – und Österreichs Beitrag“

Während sich eine beeindruckende Anzahl von politischen Akteuren – darunter das österreichische und das EU-Parlament – zum Klimaschutzabkommen von Paris bekennt, kommen dessen realpolitische Konsequenzen bisher kaum in der Politik an. Es ist, als ob man davor zurückschreckt, die Dekarbonisierung des Energiesystems – eine notwendige Konsequenz dieser völkerrechtlichen Vereinbarung – bis 2050 wirklich in Angriff zu nehmen. Das gilt auch für Österreich. Hier scheint ein heute weitgehend überlebter eingefrorener Scheinkonflikt die Entwicklung zu blockieren. Benötigen die Sozialpartner diesen Konflikt als historische Rechtfertigung für die Zementierung ihrer jeweiligen staatstragenden Rollen?

Ausgehend von der historischen Entwicklung des energiewirtschaftlichen Diskurses, der seine Wurzeln auch im utopischen Denken hat, sollen die wesentlichen Basisfakten, Herausforderungen und Lösungswege der aktuellen Ressourcen- und Energiepolitik diskutiert werden.

Johannes Schmidl: Geb. 1963 in Lienz, Studium Technische Physik und Philosophie (Graz), Technischer Umweltschutz (Wien). 1993 bis 1995 für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit in Nepal. Seit ca. 25 Jahren mit verschiedenen Aspekten des Themas „Energie“ befasst: wissenschaftlich, praktisch, beratend. Derzeitiger Schwerpunkt: praktische Aspekte der Energiewende, Bioenergie, Wärmemarkt

Publikationen (Auswahl):
Die Kalte Fusion. Wien, Seifert Verlag (Roman, 2003)
Energie und Utopie (Die Rettung der Welt ist auch keine Lösung). Wien, Sonderzahl (Essay, 2014)
Bauplan für eine Insel. 500 Jahre Utopia. Wien, Sonderzahl (Essay, 2016)

Buchbeitrag:
Energie und Armut, in: Clemes Sedmak (Hrsg.) (2005): Option für die Armen. Die Entmarginalisierung des Armutsbegriffes in den Wissenschaften. Herder Vlg.

Beginn: 19:00, Café Winter, Alserstraße 30

 

Christian Kerns Wirtschaftspolitik: Plan A – Regierungsprogramm – Was noch?

Depot, Breite Gasse 3; 1070 Wien
5.April.2017 18:30 – 20:30

Der Plan A wurde von Bundeskanzler Kern vernehmbar vorgestellt. Nun, nach vielen Diskussionen und der teilweisen Umsetzung in der Regierungsvereinbarung, wird der Blick für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten langsam klarer. Was können, was sollen wir uns erwarten, wo sind noch offene Bereiche zu befüllen?

Wir diskutieren die wesentlichen wirtschafts- und sozialpolitischen Punkte des Plan A sowie dessen Umsetzung in der Regierungsvereinbarung. Diese Punkte werden sowohl aus ökonomischer wie auch politischer Hinsicht von den PodiumsteilnehmerInnen reflektiert. Welche sozialdemokratischen Inhalte sind im Plan A enthalten, was konnte davon in das Regierungsübereinkommen übernommen werden? Was fehlt?

  • Sven Hergovich (Kabinett BM Stöger)
  • Maria Maltschnig (Direktorin, Renner Ins tut)
  • Daniela Platsch (der Wandel)
  • Julia Herr (Vorsitzende, SJ) {angefragt}
  • Dominik Walch (IHS)

Moderati on: Oliver Picek (Sek on 8)
Einladung

Siegfried Kaiser (attac) zu Gast in der Sektion 8 (02.03.2017)

Jour Fixe, 02.03.2017: „Wertschöpfungsabgabe –  Ein Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung“

Die Wertschöpfungsabgabe (WSA) ist aus der gegenwärtigen Diskussion nicht mehr wegzudenken, obwohl Wirtschaftsverbände und deren Verbündete diese Form der Besteuerung nicht einmal andiskutieren wollen. Es existieren derzeit unterschiedliche Modelle zur WSA, durchaus verschieden in der Zuordnung der Bemessungsgrundlage, der Tarifgestaltung und somit letztlich im erwartbaren Aufkommen und Lenkungseffekt dieser Abgabe. Letztlich stellt sich auch die Frage, welche der bestehenden Steuern und/oder Sozialversicherungsabgaben durch die WSA konkret ersetzt werden sollen.

Das Modell von attac, vorrangig von Siegfried Kaiser entworfen und berechnet, wählt einen umfassenden Ansatz, der weite Finanzierungsvolumina unseres Steuersystems verschieben würde.  Anstatt nur einige Lohnsummensteuern durch eine „kleine WSA“ teilweise zu ersetzen, wird die gesamte nationale Wertschöpfung gemäß VGR herangezogen, um – zumindest rechnerisch – sämtliche Lohnnebenkosten alternativ zu finanzieren.

Beginn: 19:00, Café Winter, Alserstraße 30

 

Hier findest du die Präsentation zum Vortrag.

Österreich klagt

Letzte Woche haben wir einen Brief bekommen – leider keine Fanpost, sondern eine Klage der Mediengruppe Österreich. Unsere Kampagne KeinGeldfuerHetze zeigt also Wirkung. „Österreich“ fühlt sich von uns ungerecht behandelt. Sie meinen, sie seien gar nicht so oft vom Presserat wegen Verstößen gegen den Ehrenkodex verurteilt worden, wie von uns behauptet. Das stimmt natürlich nicht, 2014-16 brachten es “Österreich” und oe24.at laut Presseratsstatistik auf 22 Verstöße.

Das weiß „Österreich“ selbstverständlich selbst. Bei der Klage geht es daher genau um eine Sache: Einschüchterung. Das werden wir nicht zulassen, wir bleiben bei unserer Linie.

Aber wir brauchen eure Unterstützung, um dem vergifteten gesellschaftlichen Klima etwas entgegenzusetzen. Diese Klage ist für uns ein finanzielles Risiko. Mit einer Spende helft ihr uns, das zu bewältigen. Weitere Infos gibt’s hier: http://www.sektionacht.at/spenden/spende-prozess/

Auch ohne Geld kann man helfen. Teilt diesen Beitrag, macht bei unserer Kampagne mit, schreibt Unternehmen, dass ihr mit ihren Inseratenschaltungen in hetzerischen Medien nicht einverstanden seid. So einfach machen wir es „Österreich“ nicht.

#KeinGeldfürHetze

Helge Fahrnberger zu Gast in der Sektion Acht (16.02.2017)

Wir freuen uns, am Donnerstag, 16.02 um 19.00 Helge Fahrnberger zur offenen Diskussion begrüßen zu dürfen. Wer versucht, Helge Fahrnberger zu kategorisieren, wird seine Mühe haben, denn was ist er nun hauptsächlich: Medienbeobachter, Blogger, Digital-Community-Experte, Basisdemokrat, Querdenker oder gar einfach Gutmensch?
Vielen ist Helge aufgrund seines Medienwatchblogs “KOBUK” ein Begriff, den er zusammen mit Studierenden seiner Lehrveranstaltung „Multimedia-Journalismus“ am Publizistikinstitut der Uni Wien betreut. Kobuk hat die Sektion 8 ein Dossier für die Kampagne #KeinGeldfürHetze zu verdanken, in welchem eine ganze Reihe von Anschauungsbeispielen für mediale Hetze und Alarmismus gelistet ist.

Am Donnerstag wollen wir mit Helge über Medienpolitik und zivilgesellschaftliches Engagement gegen mediale Hetze diskutieren. Ist Österreichs Boulevard besonders aggressiv gegenüber Minderheiten? Ist das Naheverhältnis zwischen Politik und Boulevard hierzulande ausgeprägter als anderswo? Welche Formen von Presseförderung gäbe es, die treffsicher die Qualität einer Zeitung fördern? Und wie können wir alle etwas dagegen unternehmen, dass sich Hass-Sähen als Geschäftsmodell nicht mehr auszahlt?

Kommt vorbei, die Türen des Hinterzimmers des Cafe Winter, Alserstraße 30, stehen allen Interessierten offen!

Video – Rechtspopulismus und das Primat der Politik

 

Dem Rechtspopulismus ist mittlerweile die beinahe exklusive Opposition gegen die Ordnung der neoliberalen Sachzwänge zugefallen. In manchen Ländern hat er das Vakuum bereits erheblich ausgefüllt, das die absteigende demokratische Linke hinterlassen hat. Wie ist das dem Rechtspopulismus im Allgemeinen und der FPÖ im Besonderen gelungen und was müsste die demokratische Linke tun, um eine Trendumkehr zu erreichen? Soll man einen Block aller etablierter Parteien gegen den Rechtspopulismus bilden, oder ist es gerade der Mangel an Unterscheidbarkeit zwischen den anderen Parteien, der das Erfolgsrezept der Rechten ausmacht?

Der ehemalige Vorsitzende der Sektion 8 Nikolaus Kowall (jetzt Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung, Düsseldorf) präsentiert seine Thesen zum Thema und diskutiert Strategien gegen den Rechtspopulismus.

Rechtspopulismus und das Primat der Politik (15.12.2016)

Jour Fixe 15.12: Rechtspopulismus und das Primat der Politik

Dem Rechtspopulismus ist mittlerweile die beinahe exklusive Opposition gegen die Ordnung der neoliberalen Sachzwänge zugefallen. In manchen Ländern hat er das Vakuum bereits erheblich ausgefüllt, das die absteigende demokratische Linke hinterlassen hat.
Wie ist das dem Rechtspopulismus im Allgemeinen und der FPÖ im Besonderen gelungen und was müsste die demokratische Linke tun, um eine Trendumkehr zu erreichen?
Soll man einen Block aller etablierter Parteien gegen den Rechtspopulismus bilden, oder ist es gerade der Mangel an Unterscheidbarkeit zwischen den anderen Parteien, der das Erfolgsrezept der Rechten ausmacht?

Der ehemalige Vorsitzende der Sektion 8 Nikolaus Kowall (jetzt Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung, Düsseldorf) präsentiert seine Thesen zum Thema und diskutiert mit uns Strategien gegen den Rechtspopulismus.

Beginn: 19:00
Ort: BSA, Landesgerichtsstraße 16, 1010 Wien

Interessierte sind herzlich willkommen!