„Ja“ zu einer verkehrsberuhigten Mariahilferstraße!

 Rendering Fußgängerzone Höhe Mariahilfer Kirche (Vorschau)

Rund um die MaHü Neu ist bisher wirklich vieles schlecht gelaufen. Doch über den Prozess wird kommenden Monat nicht abgestimmt, sondern über eine handfeste Frage: Will der 6. und 7. Bezirk eine verkehrsberuhigte Mariahilferstraße oder nicht? Für uns ist die Antwort darauf glasklar: Ja, natürlich!

Es ist eine schwere Aufgabe für Städte im 21. Jahrhundert: Wie können sie trotz Wachstums lebenswert bleiben, eine gesunde und vielfältige Wohn- und Lebensumgebung schaffen? Die Verkehrspolitik ist dabei ein zentraler Stellhebel. Alle sind davon betroffen, jede Person muss von A nach B, fast jeden Tag. Ein knappes Drittel dieser Wege wird in Wien aktuell mit Autos zurückgelegt, aber 80 Prozent der Verkehrsfläche ist auf Autos zugeschnitten. Diese Infrastruktur fällt uns kaum noch auf: Für den Autoverkehr nutzbare Straßen und Parkplätze gehören zum Stadtbild genauso selbstverständlich dazu wie Häuser. Die Dimensionen sind beeindruckend: Wiens Autos verparken 1400 Fußballfelder.

Es braucht Mut, Autos Platz wegzunehmen

Dabei ist der motorisierte Individualverkehr gefährlich, umweltschädlich und teuer. Die Kosten, zum Beispiel für die aufwändige Auto-Infrastruktur, trägt die Allgemeinheit. Weil Autofahren sehr bequem ist, und Menschen bequeme Mobilität nur ungern aufgeben, sind Projekte zur Verkehrsberuhigung schwierig durchzusetzen. Obwohl alle Leute wissen, dass Autos stinken und laut sind, oder dass Kinder neben stark befahrenen Straßen Gefahr ausgesetzt sind,  braucht es Mut, Autos Platz wegzunehmen.

Die Straße steckt voll Chancen

Genau das macht die Mariahilferstraße Neu: Durch das neue Konzept kann die Straße nicht mehr als Durchzugsstraße genützt werden, gleichzeitig bekommen FußgängerInnen und RadlerInnen mehr Platz und bessere Luft. Darüber hinaus bringt die Mariahilferstraße Neu ein bisschen mehr Freiraum zwischen 6. und 7. Bezirk. Es wird sich im Straßenbild noch viel tun: Mehr Platz, Sitzgelegenheiten und mehr Begrünung kommen allen Leuten zu Gute, die sich einmal dort aufhalten, auch ohne etwas zu kaufen. Mit einem Blick auf die Renderings bekommt man ein gutes Gefühl, welches Potenzial noch in der Straße steckt.

Daher ist unsere Empfehlung: Stimmen Sie für eine verkehrsberuhigte Mariahilferstraße!

Mehrere sich um die Mariahilferstraße rankende Mythen werden im Beitrag „Zwölf Mythen zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße“ auf unserem Blog 8 entzaubert.

Die Renderings in Originalgröße finden Sie auf der Website „Mariahilfer Straße Neu“ (unter Downloads).